3. Bericht aus Marrakech / Mitte August 2022

Liebe Freundinnen, liebe Freunde!

Weiter geht’s!

Wir wollen den Mut und die Hoffnung nicht verlieren, daß die über uns alle hängenden Wolken vielleicht zukünftig etwas abnehmen! Danach sieht es aber leider im Moment (noch?) nicht aus.

So können wir nur das schildern, was wir aus Marrakech und von Brahim hören und was das Leben im Lande und „unserer“ Kinder von Afous Rofous betrifft.

Unser Kinderhaus feiert in diesen Tagen seinen 14. Geburtstag! Das ist schon eine besondere Erwähnung wert! Wir alle, die sich seit Jahren um das Wohl und Weh unseres Projekts kümmern, können stolz sein auf das, was an großartigem Erfolg erreicht wurde und zu einer sehr prächtigen Nachhaltigkeit geführt hat.

Die jetzige Zeit ist wieder sehr schwierig und verlangt gerade auch von den Eltern unserer Kinder schon vieles ab.

Die wirtschaftlichen Belastungen, verstärkt durch besonders hohe Temperaturen (z.T. über 45°), Wasserknappheit, keine Ernte, Preissteigerungen, stellen besondere Anforderungen! Probleme, die sich schon seit Monaten abzeichnen.

Hier können wir als Afous Rofous durch Brahim, unserem Assistenten, zumindest für die Kinder mit dem täglichen Frühstück an bestimmten Tagen, eine gewisse, aber notwendige, Unterstützung beisteuern.

Bemerkenswert ist die Solidarität innerhalb der gesamten Gruppe, man springt für den anderen mit ein. Der Lerneffekt für beide Seiten ist beträchtlich!

Sobald im September die Sommerferien „überstanden“ sind, werden sich unsere stolzen 5 Abiturientinnen wieder um die Arbeiten in ihren Studienfächern kümmern. Das gleiche gilt für die 3 Jungens in den Berufsbildungszentren! Das „Büffeln“ hört nicht auf!

Helga und ich sind im weiteren Ausbildungsprogramm mit eingespannt und freuen uns schon auf die Zwischenberichte!! Auch unsere Freunde und Sponsoren wollen natürlich wissen, wie es da unten weitergeht! Sie wollen sicherlich auch für den übrigen Teil des Kinderhauses etwas weiter mit planen!!

Was gibt es noch zu berichten?!

Der marokkanische Staat realisiert natürlich die für die Bevölkerung durch die augenblickliche politische und klimatische Lage entstandene Problematik. Man sucht nach Möglichkeiten der Hilfe.

Dabei gibt es auch mittel-/langfristige Überlegungen. Dazu gehören Überlegungen die Wasserknappheit zu bekämpfen und die Öffnung für Investoren. In den vergangenen Monaten sind bereits einige interessante staatliche Überlegungen bekannt geworden.

Ein sehr wichtiger Teil unserer langjährigen Ausbildungsarbeit könnte sich erfolgreich in der staatlichen Planung wiederfinden!

Für heute verabschieden wir uns zusammen mit den Grüßen von Brahim und den Jugendlichen von Afous Rofous

Ihre Helga und Jürgen Münstermann                                                           

„Helft dem Atlas e.V.“
Sparkasse Dortmund
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