Alles rollt wieder!!

Einige Roller und Räder kamen mit der letzten Spendensendung! Sie mußten alle überholt werden. Ein kleiner Betrieb im Nachbardorf wusste, wie man so etwas schnell und preiswert macht! Viel Spaß bei den Gehilfen und unserer kleinen Abordnung!

Alles rollt wieder!!

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Kühlschrank wird zum Wärmeschrank!!

Großer Schreck! Unser Kühl-/Gefrierschrank im Kindergarten hatte plötzlich seinen Geist aufgegeben!! Und das bei fast 40°! Unseren derzeit 15 Jugendlichen und uns Drei als Mit-Leidtragenden klebte das Frühstück am Gaumen!

Unser Elektriker aus Marrakech kam mit Fachmann zu Hilfe! Die Hitze hatte den Kühlprozess völlig blockiert. Hurra das Horrorszenario von flüssiger Butter konnte in Null-Komma-Nix abgewendet werden! Nochmals Hurra! Hurra!

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Großes Gemeinschaftliches Kochen und Tafeln mit Chefkoch Ismail!

Am Freitag, den 18. 8., hatten wir alle Spaß beim „Kochen mit Chefkoch Ismail“. Alle Kinder halfen bei den Vorbereitungen mit!

Es wurde geschnipselt, abgeschmeckt auf  „Teufel komm raus“. Beim Mischen, Braten und Tischdecken waren alle voll bei der Sache! Ismail hatte sich für Reis mit Hackfleischsoße und marokkanischem Salat entschieden!

Es schmeckte herrlich! Auch das Aufräumen und Abwaschen hatte die Mannschaft voll im Griff! Das alles steht beim nächsten Ferienprogramm wieder mit auf dem Plan!

Danke Ismail!!

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Geburtstag 3. August!!

Am 3. August konnten wir den 9. Jahrestag der Einweihung unseres Kindergartens „Afous Rofous feiern. Mit einigen Kindern (viele sind im Moment auf Familienbesuch!) haben wir den Tag gebührend begangen, mit gutem Essen, mit Musik und viel Spaß im Garten (im Fackelschein!). Die Kinder hatten die Ausschmückung vorbereitet.

Der 3. August 2008 war der Beginn einer erfolgreichen Arbeit für die jüngeren Kinder im Kindergarten, für die älteren in der Betreuung und Förderung ihres weiteren schulischen Lebens in der Dorfschule und ggfs. auf dem Gymnasium in Tahannaout.

(Dieses Jahr hat das erste Mädchen aus dem Dorf sein Baccalaureat (Abitur) gemacht!)

„Fördern und Fordern“ ist unsere Devise, mir der wir versuchen, den Kindern den Start in ein erfolgreiches Leben zu ermöglichen!!

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Kulturfestival in Tahannaout 5.-8. Juli 2017

Mit sechs unserer Mädchen und Jungens von „Afous Rofous“ waren wir vom 5. bis 8. Juli zur Mitarbeit an einem Kulturfestival in Tahannaout eingeladen. Vier Tage haben sie die verschiedensten kleinen Kunstobjekte gebastelt, besser noch: geschaffen! Kreativität und Fingerfertigkeit waren gefragt. Die Arbeit reichte von Basteln mit Karton bis zur Kalligraphie. Alle waren begeistert bei der Sache! Der Gouverneur der Provinz und der Chef de la Commune haben sich persönlich für die Arbeiten interessiert und sich ausführlich mit den Jungens und Mädchen unterhalten. Auch eine große Delegation mit Künstlern, Vertretern von Universitäten, der Politik und der Presse kamen zur Besichtigung. In FB wurde bereits in Bericht mit Photos veröffentlicht!

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Bericht aus Marrakech

Helga und Jürgen Münstermann

 

                                                          Marrakech, Anfang Juli 2017

 

 2. Bericht aus Marrakech / 2017

 

Liebe Freunde,

nun können wir schon etwas entspannter aus den letzten Wochen berichten!

Der Ramadan 2017 liegt hinter uns!

Für die Muslime ist es eine wichtige aber doch entbehrungsreiche Zeit, was die Genüsse des Alltags angeht. Die letzten Wochen stellten mit über 40° hohe Anforderungen!

Wie alle Jahre haben auch wir das Fasten, schon aus Respekt vor unserer Umgebung, eingehalten. Nur das Trinken behielten wir bei, dies schon aus medizinischen Gründen.

Anfang Juni kamen wir aus Deutschland zurück, wo wir turnusgemäß unsere jährlichen Termine u.a bei den Ärzten (mit Erfolg!) absolviert hatten. Viele weitere Termine standen an, ob privat oder vereinsbedingt. Gleich ob unsere Familie, Freunde und Sponsoren, alle wollten uns mal wieder sehen und wir sie auch!! Ebenso erwarteten die Mitglieder von „Helft dem Atlas e.V.“ unseren jährlichen Rechenschaftsbericht! Es war schon eine sehr belebte Zeit!

Bei der Mitgliederversammlung standen natürlich die Arbeiten und die Finanzzahlen des abgelaufenen Jahres 2015 und die Planung für 2016 im Mittelpunkt.

Ausführlich haben wir anhand von Detailinformationen geschildert, dass wir ein erfolgreiches Jahr hinter uns liegen haben, sowohl auf der finanziellen Seite als auch von der Erfüllung unserer Aufgabe, den Kindern Wissen, Können und natürlich auch soziales Verhalten zu vermitteln. Mit all dem wollen wir im Kindergarten beginnen, um sie zunächst zur Schulreife zu bringen. In manchen Fällen bleiben Probleme nicht aus, die sich dann für die Kleinen im Fortkommen hinderlich auswirken !

Unsere Zahlen und unsere Arbeit fanden die volle Anerkennung und formelle Entlastung!

Nun zum täglichen Geschehen der letzten Wochen.

Hier möchten wir an dieser Stelle die Nachricht über den grandiosen Erfolg berichten, die uns dieser Tage erreichte. Die von uns seit Jahren geförderte Lubna Moubarik hat als erstes Mädchen aus unserem Kreis, aus dem Dorf überhaupt, ihr Abitur am College in Tahannaout bestanden!! Unsere herzliche Gratulation!!

Es ist nicht nur unsere kontinuierliche Betreuung (und konsequenter „freundchaftlicher“ Druck!) sondern natürlich auch die kontinuierliche finanzielle Unterstützung in allen Bereichen, die wir ihr durch die Förderung unserer Freunde

geben konnten.So würden wir uns freuen, wenn wir mit der Unterstützung unserer Freunde die weitere Förderung unserer Kinder angehen können. Wir möchten ihnen allen weiterhin das Ziel eines Abiturs – aber mit der dazugehörenden Arbeitsleistung! – vor Augen halten!

Auch den Auszubildenden wollen wir sagen: laßt euch nicht vom Weg zum Diplom abbringen! Ihr braucht alle Ausdauer und Disziplin!!

Gute Zensuren sind eine Grundvoraussetzung. Die Konkurrenz anderer Mitstreiter im In- und Ausland wartet nicht und wird versuchen, dich zu überholen!!

Das wollen wir verdeutlichen, auch dass sie letztlich unseren Sponsoren gegenüber Rechenschaft ablegen müssen!

Natürlich wollten wir über die (sicherlich wieder) guten Jahres Gesamtergebnisse unserer 7 Gymnasiasten berichten (die sich schon im Lauf des Jahres abgezeichnet hatten). Durch Ramadan und weitere Belastungen der Schule können die Zensuren leider erst Mitte Juli ausgegeben werden und damit bedauerlicherweise nach Redaktionsschluss des Berichts!

Die Sponsoren unserer von der Verzögerung betroffenen Schüler werden wir schnellstens informieren!!

Eine weitere Arbeit wartet in der nächsten Zeit auf uns. Wir wollen speziell für Loubna uns weiterhin Gedanken machen, wie ihr weiterer Berufsweg aussehen kann. Das gleiche gilt auch für die anderen Jugendlichen, die so allmählich an das Abitur denken können.

Wir werden einen Weg finden müssen, wo wir die tägliche Betreuung

unserer Schutzbefohlenen sicherstellen und parallel dazu uns um konkrete Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt kümmern können. Dabei wollen wir unser Augenmerk zunächst gezielt auf den inzwischen doch gewachsenen Arbeitsraum im näheren Umfeld richten.

Es ist für uns auch eine Frage der kapazitätsmäßigen, persönlichen Möglichkeiten.

Wie in all den Jahren wurden wir in diesen Tagen mit großen und kleinen Sorgen unserer Mitmenschen konfrontiert, wo wir aufgerufen sind zu helfen.

Von den tragischen Ereignissen einer Familie in unserem Dorf haben wir separat berichtet. Dabei wurden 2 Familienmitglieder durch plötzlich einsetzendes Hochwasser getötet. Eine große Hilfsbereitschaft hat uns erreicht! Mit einem Spenden- aufkommen von rund € 1.000 konnten wir zunächst den verbliebenen Kindern Samira und Abdelnasser ihre weitere Ausbildung sichern. Der Gouverneur der Provinz hatte sich ebenfalls eingeschaltet.

Auch für die medizinisch notwendige Hilfe für eines unserer Mädchen konnten wir 2 Spender finden.

Besonders erwähnen möchten wir auch, dass vom Rotary Club –Dortmund /Hörde wieder eine Unterstützung für die Fahrtkosten genehmigt wurde, die unseren Schülern und Auszubildenden die tägliche Busfahrt nach Tahannaout zu ihrem Unterricht ermöglicht.

Zu dem Begriff Spenden gehören auch die Sach- und Kleiderspenden, die uns jährlich aus Dortmund und München erreichen! Sie sind immer willkommen und helfen uns, Kindern aus dem Kindergarten, aus der Schule und benachbarten Institutionen mit schönen, praktischen und guterhaltenen Kleidungsstücken sowie Schulsachen zu bedenken. Ihre Verteilung erfordert viel Arbeit, aber sie lohnt sich!!

Für heute möchten wir uns verabschieden! Habt eine gute Zeit und ggf. erholsame Ferien!

Hier bricht der Sommer so richtig aus! Bis auf weiteres sind 40 – 45° angesagt. Wer von einer unveränderten „normalen“ Wetterlage ausgeht, möge den Klimawandel bei uns miterleben!!

Mit herzlichen Grüßen aus Marrakech

Eure Helga und Jürgen

 

 

 

 

 

 

„Helft dem Atlas e.V.“

Sparkasse Dortmund

DE93 4405 0199 0911 0015 00

BIC DORTDE33XXX

 

 

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Trauer in El Kharoua

Der Samstagabend hat das Dorf El Kharoua und uns persönlich mit großem Schrecken und noch größerer Trauer erfüllt. Zwei Personen sind in einen kleinen Bach, der durch langanhaltenden sintflutartigen Regen angeschwollen war, gestürzt und in den Fluten ertrunken.

Über dem Gebiet hatte sich plötzlich in Minutenschnelle eine riesengroße Gewitterfront aufgebaut, deren Regenmengen dann das Land überschwemmten.

Ein Vater (46 Jahre) und sein jüngster Sohn (14 Jahre) waren zu dieser Zeit dort mit den Schafen im Gelände unterwegs.

Als einige der Tiere in den sich aufbauenden Strudel gerieten, wollten Vater und Sohn ihnen wohl zu Hilfe kommen. Sie konnten aber offensichtlich gegen die Wassermassen keinen Halt finden und wurden abgetrieben.

Ihr Verschwinden war von einigen Dorfbewohnern bemerkt worden. Ihre sofort eingeleiteten Suchmaßnahmen unterstützt durch die Gendarmerie wurden durch die einbrechende Dunkelheit und den andauernden Regen stark behindert.

Auch der Gouverneur hatte sich persönlich vor Ort eingeschaltet.

Als die beiden endlich gefunden wurden, waren sie Kilometer weit abgetrieben. Es kam jede Hilfe zu spät!!

Wir fühlen uns der Familie als „Afous Rofous“ seit langem stark verbunden.

Die Tochter (19 Jahre) besucht mit unserer finanziellen Unterstützung derzeit das Gymnasium in Tahannaout und will im nächsten Jahr das Abitur machen!

Dem jüngeren Sohn (17 Jahre) hatten wir bereits eine praktische Ausbildung in Tahannaout ermöglicht und ihn schon für einen Zusatzkurs vorgesehen!

Ihnen beiden werden wir ihre bisher geplante Weiterbildung sicherstellen und ihnen zusammen mit der Mutter auch den notwendigen Lebensunterhalt ermöglichen. Der Gouverneur hat ebenfalls eine gewisse Unterstützung zugesagt.

Dass der verzweifelte Versuch, den einzigen Besitz – einige wenige Schafe – zu retten, zu diesem tragischen Ausgang geführt hat, hat unser Dorf in Schock versetz

 

Marrakech, 02.05.2017

 

Helga und Jürgen Münstermann

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Gespräch mit den “Großen“ über die Association

Ausgelöst durch die Frage eines Lehrers im Gymnasium in Tahannaout haben sich die „Großen“ mit der Bedeutung und dem Wesen einer ‚Association‘ (auf Deutsch: Verein) beschäftigt.

Was ist eine ‚Association‘?

Es ist eine Vereinigung ohne Absicht auf Gewinnerzielung (sans but lucratif).
Sie ist selbstlos tätig und dient der Allgemeinheit.

Zweck der Ausrichtung:

  • Nothilfe z.B. bei Katastrophen: – durch Spenden/Manpower
  • Hilfe zur Selbsthilfe – Unterstützung bestimmter Zwecke durch Spenden/Manpower z.B. Entwicklung von Erziehung und Bildung

Die Kinder wollten die Rolle von „Afous Rofous“ als ‚Association‘ wissen, u.a. waren die Fragen:

War der Bau des Kindergartens eure gemeinsame Entscheidung?

  • Ja, wir haben nach unserer Pensionierung, unseren vielen Reisen in arabische Länder und unseren Erfahrungen mit Montessori in Frankfurt, Marokko als Standort für unseren Kindergarten gewählt.
  • Auf ihre diesbezüglichen Fragen haben wir ihnen allgemein über die Verbindung zum Verein „Helft dem Atlas“ in Dortmund und unsere wichtige Spendenarbeit erzählt.

Wie kam es zu der Namensfindung „Afous Rofous“ (berberisch für ‚Hand in Hand‘)?

  • Ausgegangen sind wir von einer unserer früheren Hilfsaktionen in Tansania, wo wir das Foto eines erwachsenen Europäers, der eine dunkle Kinderhand hält, sehr beziehungsreich fanden.

Wer zahlt denn eure Kosten?

  • Die tragen wir selbst (incl.unser Auto)

Wie kam es zu der Form des Gebäudes?

  • Das ist ein bei Montessori wichtiges Formsymbol ( ‚Offene Arme’)

Ausblick ??

  • Wir wollen weiter gemeinsam wachsen!!

 

Es war auch für uns ein interessantes Gespräch!

Helga und Jürgen

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1. Bericht aus Marrakech / 2017

Liebe Freunde,

die ersten Anzeichen des nahenden Sommers mit 33° und sengender Sonne lassen uns schon fast den schlimmen Winter vergessen.

Die hinter uns liegenden Wintermonate haben uns viel Kraft gekostet!
Kalte Nächte mit 5° in Kharoua, eine Nacht im Januar brachte uns sogar im Garten eine leichte Schneedecke! Das hat es seit Jahrzehnten nicht gegeben!
Und das alles in Häusern, die über keinerlei Isolation und Heizmöglichkeit verfügen!

Die kleinen Kinder brauchten morgens viel Zeit zum „Auftauen“. Das galt nicht nur für die Gliedmaßen sondern insbesondere für die Denkmaschine! Mit etwas Nachsicht unsererseits, wärmerer Kleidung aus unserem Fundus, einer größeren Frühstücksportion incl. Datteln haben wir versucht, eine gewisse Unterstützung zu geben.

Einigen haben wir aber doch noch ein bisschen zusätzlichen Kälteurlaub geben müssen!
Insgesamt haben wir die Kinder gesundheitlich bislang gut über den Winter gebracht!
Unsere Arbeit mit den Großen und Kleinen in Kharoua ging unvermindert weiter!

Das Wetter hatte nur Kälte, aber kaum Regen im Gepäck. Mühsam erholen sich jetzt die Felder. Etwas mehr Regen wäre nötig gewesen und hätte dem Land eine bessere Erwartung für die diesjährige Ernte gegeben. Die starke Sonne meint es zu gut!!

Eben nur noch ein kurzer Rückblick auf das alte Jahr 2016, das an sich der Vergangenheit angehört! Es war erneut ein Jahr, in dem wir als „Afous Rofous“ vieles bewegt hat, unsere Arbeit für die Kinder und Jugendlichen in ihrer Aus- und Weiterbildung erfolgreich weitergeführt haben.

Demnächst werden wir satzungsgemäß den Mitgliedern unseres gemeinnützigen Vereins „Helft dem Atlas e.V.“ ausführlich über das abgelaufene Jahr und die Pläne für das laufende Jahr berichten.

Ein kurzes Resümee : Wir können dank unserer guten Kontakte zu den Sponsoren mit dem Ergebnis recht zufrieden sein und zuversichtlich das Jahr 2017 angehen!! Es sind die persönlichen Kontakte und Besuche, bei denen wir über unsere kleinen und großen Arbeiten berichten können.

Von manchen Freunden haben wir im Laufe des Jahres besondere Spenden erhalten, mit denen wir bestimmte Notfälle abmildern können! So haben z.B. 2 großherzige Spender geholfen, um bei einem Mädchen eine medizinisch notwendige Hilfe im Zahnbereich durchführen zu können!

Neben den finanziellen Hilfen sind die Kleider- und Sachspenden, die wir aus der Geschwister-Scholl- Gesamtschule in Dortmund/Brakel sowie von einer guten Freundin aus München erhalten, von großem Wert! Damit können wir hervorragende Hilfe im Dorf und in benachbarten Dörfern leisten.

Im Alltag des Kinderhauses waren wir zusammen mit Brahim ständig mit den kleinen und großen Sorgen der bis zu 40 Kinder gefordert und das dann mit schnellen Hilfen und Antworten!! Wir sind uns bewusst, dass uns ein großes Vertrauensverhältnis verbindet, was natürlich einen kontinuierlichen persönlichen Kontakt erfordert!

In unserem letzten Bericht vom Dezember hatten wir schon über die organisatorischen Schwierigkeiten berichtet, um die Stundenpläne der Schule, insbesondere des Gymnasiums, einigermaßen in den Alltag des Kinderhauses einzubauen.

Die Schularbeiten müssen jetzt von den Schülerinnen und Schülern sowie von uns noch konzentrierter organisiert werden.

Dabei wollten wir den 9 Gymnasiasten zu viele Fahrten (mit einem unzuverlässigen Busverkehr!) ersparen! Die Übergangszeiten für einzelne Fächer lassen leider keinen Raum, um in Ruhe für eine Mahlzeit nach Kharoua zu kommen.
So haben wir mit einem Händler in Tahannaout vereinbaren können, dass sich die Großen in diesen Fällen, die von uns dort deponierte Banane und Joghurt direkt abholen und in der kurzen Pause verzehren können. Von allen ist eben Flexibilität gefordert!

Es hat sich alles gut eingespielt, auch wenn es an manchen Tagen „hoppla hopp“ gehen muss!

Kürzlich gab es Halbjahreszeugnisse. Mit den Ergebnissen können wir sehr zufrieden sein, auch wenn sich bei einigen der bisherige Anstieg des Notenspiegels etwas abgeschwächt hat. Wichtig und aufschlussreich waren die Gespräche mit den Kandidaten sowie den Lehrern, um zu wissen woran zu arbeiten ist!
Unsere Kinder müssen einfach härter lernen! Das ist auch für zu Hause angesagt!

Ein leuchtendes Beispiel dafür wird wahrscheinlich unsere Lubna Mubarik sein, die wir in den ganzen Jahren auf dem Gymnasium unterstützt haben, damit sie nun Ende Juni die Prüfungen zum Baccalaureat angehen kann! Wir drücken ihr ganz fest die Daumen!!

Viel Neues an Lehrstoff ist dazugekommen ……. und noch mehr wartet auf die Schülerinnen und Schüler in den nächsten Jahren!

Die Möglichkeiten das Internet zu nutzen, ist hier jetzt mehr und mehr gefragt. Leider ist eine stabile und allzeit verfügbare Anbindung zum Internet in Kharoua noch ein Wunschtraum. Wir müssen uns mit mobilen Einschaltmöglichkeiten begnügen.

Pläne für Leitungen sind vorhanden, aber die Verwirklichung dauert und dauert!!

Auch in Marrakech, in der Medina, ist die Verbindung ziemlich instabil, was unsere generelle Arbeit nicht unerheblich stört. Das gesamte Leitungsnetz müsste von Grund auf erneuert werden!

So müssen wir hier auf Besserung warten, freuen uns aber über das allgemein friedvolle Umfeld!!

Herzliche Grüße aus Marrakech

Eure Helga und Jürgen

„Helft dem Atlas e.V.“
Sparkasse Dortmund
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4. Bericht aus Marrakech / 2016

Liebe Freunde,

jetzt hat uns der beginnende marokkanische Winter gut im Griff! Verglichen mit Europa ist es natürlich minder kalt!, aber es lässt einen – noch gewohnt an die sommerliche Hitze- besonders in den ungeheizten Häusern doch etwas frösteln! In Erwartung der kommenden richtig winterlichen Einflüsse haben wir schon auf Dächern und Mauern des Gebäudes von „Afous Rofous“ ein paar vorsorgliche Arbeiten zur Instandhaltung durchführen lassen.

Der Regen der letzten Tage hat vor allem der Landwirtschaft geholfen, den festgebackenen Boden aufzulockern, damit die Saat eingebracht werden kann.
Man braucht noch mehr Regen, aber bitte nicht in den Sturzbächen, wie wir es vor einem Jahr erlebten!!

Nun geht dieses Jahr zu Ende, in dem die Tage mit viel Arbeit besetzt waren. Im letzten Bericht hatten wir schon über die einzelnen Gruppen unserer Schulgemeinschaft mit bis zu 40 Kleinen und Großen berichtet. Die z.T. sehr unterschiedlichen Stundenpläne erforderten und erfordern weiterhin viel Flexibilität bei allen Beteiligten im Ablauf des täglichen Schulbetriebs in „Afous Rofous“.

An manchen Tagen haben wir ein wuseliges Kommen und Gehen!! Es geht dann „hoppla hopp“, um sie schulisch und auch mit ihrem Frühstück zu versorgen. Erfreulich ist zu sehen, dass alle dann ohne Wenn und Aber zugreifen.

Bei all dem Trubel stimmen trotzdem die Leistungen, sprich Zensuren.
Es ist ein Jahr, auf das wir alle wieder stolz sein können!!

Auch unsere 4 „Zöglinge“ im Ausbildungszentrum in Tahannaout waren kräftig tätig. Im Gespräch mit den Ausbildern gab es viel Lob über ihren Einsatz, was auch aus den Diplomen von 2 Jungens der Gruppe ersichtlich war.
Nicht zu vergessen die Kleinen des Kindergartens! Sie hatten im Rahmen des Lernens mit Zahlen und Buchstaben ein volles Programm.
So haben die Kleineren u.a. an der Erstellung eines Jahres-, Monats-, Wochen-, und Tageskreises mitgearbeitet und die weitere Montessori – Arbeit kennengelernt. Mit den z.T. klammen Fingern wurde gemalt, ausgeschnitten und geklebt, was Farbstifte, Scheren und Kleber hergaben!

Der fröhliche Kindergartenalltag ging neben der Arbeit auch nicht verloren!!

Wir konnten einige Besucher aus verschiedenen Teilen Deutschlands sowie der Schweiz begrüßen. Es ist immer für alle Beteiligten ein lustiges Nehmen und Geben von gegenseitigen Informationen. Unsere Älteren freuen sich dabei dann auch besonders, ihre Deutsch – Kenntnisse anbringen zu können!

Ein recht wichtiges Ereignis stellt für „Afous Rofous“ stets die Verteilung von Kleiderspenden und Schreib- / Lehrmaterialien dar, die aus den Sammlungen der Geschwister-Scholl Schule, Dortmund und anderer Freunde zur Verfügung stehen. Wir freuen uns immer wieder den Kindern und Jugendlichen solch guterhaltene Sachen geben zu können! Der Aufwand z.B. in Form von Transportkosten lohnt allemal! Auch an dieser Stelle nochmals ein herzlicher Dank an alle Spender!

Anfang Oktober stellte sich Marrakech im Rahmen der internationalen Klimakonferenz in den Mittelpunkt des weltweiten politischen Geschehens. Die Stadt wurde herausgeputzt, Polizei an allen Ecken, viel Verkehrschaos mit Umleitungen verbannten uns zu längeren und bisher unbekannten Straßen!
Lasst uns hoffen, dass die Ziele des Gipfels in absehbarer Zeit auch erreicht werden!
Unseren Kindern haben wir von dem großen Ereignis in Marrakech erzählt und mit ihnen darüber diskutiert, wie und wo wir alle die Umwelt schützen können und sollten!
Sie haben über Tage eifrig zusammen ein farbenfrohes Plakat gemalt, mit der Überschrift : Beschützt uns Kinder, erhaltet unsere Nahrung, unsere Tiere, unsere Pflanzen und unser Wasser!
Mit diesem Plakat haben sie im Gymnasium für große Aufmerksamkeit gesorgt!

Aus dem Leben Marokkos gibt es noch zu berichten:
Die Parlamentswahlen erbrachten kein eindeutiges, mehrheitsfähiges Ergebnis.
Die bisherige, gemäßigte islamistische Regierungspartei bemüht sich noch um einen Koalitionspartner.
Der König gibt u.a. entscheidende Anstöße z.B. zu gesellschaftspolitischen Themen: Toleranz in der Gesellschaft und Gleichstellung der Geschlechter. Er bemüht sich auch erfolgreich um Verbindungen zu potentiellen ausländischen Investoren.

Mit dieser Aussicht auf ein positives Umfeld für unser Leben und unsere Arbeit in diesem Land wollen wir uns auf die Aufgaben für das kommende Jahr konzentrieren.

Wir wollen das natürlich nicht tun, ohne von ganzem Herzen all denen zu danken, die uns bisher finanziell und mit Rat und Tat unterstützt haben.

Dabei denken wir darüber nach, wie wir den schon großen Freundes- und Spenderkreis erweitern können.
Denn die Anforderungen in den kommenden Jahren werden wachsen – einerseits schaffen mehr Schüler durch unsere Unterstützung den Übergang aufs Gymnasium (erhöhte Kosten Schulbücher/Transport) andererseits wächst die Nachfrage nach berufsbezogener Ausbildung für ältere, weniger begabte aber willige Schüler (Schulabbrecher). Hinzu kommen nun Jahr für Jahr einige Abiturienten, für die Unterstützung bei weiterer Berufsausbildung nötig wird.

Im Jahr 2017 wird das erste unserer Mädchen und damit das erste Mädchen aus unserem Dorf überhaupt das Baccalaureat versuchen und insh’allah schaffen!

Bei all diesen gravierenden Überlegungen spielen die erforderliche Manpower und die notwendigen finanziellen Mittel eine entscheidende Rolle!!
Mit guten Freunden haben wir schon begonnen, die jeweils kritischen Aspekte zu durchleuchten.

Im Rückblick auf dieses Jahr sind wir auch besonders dankbar, dass uns wieder soviel Gesundheit geschenkt wurde, um die Arbeit für die Kinder mit fröhlichem Herzen und der nötigen Disziplin durchführen zu können!

Euch allen wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest und ein Neues Jahr in Gesundheit, Wohlergehen und Zuversicht!

Wir beide werden uns auch in diesem Jahr mit unserem kleinen Weihnachtsbaum ein paar ruhige Weihnachtstage gönnen!

Mit der herzlichen Bitte, „unsere“ Kinder und uns auch weiterhin zu unterstützen, grüßen Euch vielmals

Eure Helga und Jürgen

„Helft dem Atlas e.V.“
Sparkasse Dortmund
DE93 4405 0199 0911 0015 00
BIC DORTDE33XXX

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