Reden anläßlich der Einweihungsfeier Begrüßung durch Jürgen Münstermann, Fondateur und Trésorier der Association „Afous Rofous“ Jürgen Münstermann begrüßte zunächst alle Anwesenden sehr herzlich und bat dann den Secrétaire Générale als Vertreter des Gouverneurs den Kindergarten „Afous Rofous“ einzuweihen. Im Weiteren sagte Jürgen Münstermann: Monsieur Secrétaire Générale nochmals herzlichen Dank, dass Sie uns die Ehre und Freude gemacht haben, die Einweihung vorzunehmen! Helga und ich haben uns die Begrüßungsreden etwas aufgeteilt. Sie wird noch speziell etwas zu unserem Projekt sagen. Wir fühlen uns besonders geehrt durch die große Anzahl von Gästen, aus dem Ausland, Marokko und der Region. Eine außerordentliche Ehre ist es natürlich, dass heute der Secrétaire Générale der Provinz El Haouz und Frau Dr. Morgenroth als Vertreterin der deutschen Botschaft anwesend sind. Es war der Gouverneur, der unseren Plänen soviel Verständnis entgegengebracht hat. Seine Ermutigung bedeutete für uns eine große Hilfe.Wir bedauern zwar, dass der Gouveneur heute verhindert ist, freuen uns aber sehr, dass Sie Monsieur Sécrétaire Générale die offizielle Einweihung vorgenommen haben. Zunächst einen besonderen Gruß an unsere internationalen Freunde aus Europa. Es sind die Freunde vom Rotary Club Dortmund-Hörde, der uns mit einer großen Spende für besonderes Lehrmaterial unterstützt hat. Einen lieben Gruß an unseren Familienteil aus den Niederlanden, der uns in vielerlei Form so tatkräftig hilft, das Projekt voranzubringen. Great Britain ist auch vertreten. Vielen Dank fürs Kommen und für die Spende! Ein besonderes Wort der Begrüßung und des Dankes möchten wir beide noch unserem Freund Abdelatif Farghsaoui widmen. Er hat uns sowohl bei der Planung als auch in der gesamten Bauzeit mit Rat und Tat kräftig unterstützt! Ein großer Dank gebührt auch Abdelatif Jaidi, der als Vice Président von „Afous Rofous“ unser Projekt mit viel Einsatz begleitet hat. Es sind im Weiteren die Vertreterinnen und Vertreter der nationalen und kommunalen Behörden, die uns die Ehre ihrer Anwesenheit geben. Nicht vergessen zu begrüßen möchte ich unsere Freunde aus Marrakech und Umgebung. Dazu zähle ich speziell die Bewohner unseres Dorfes Kharoua. Die Association „Essadaqa“, angeführt von ihren Repräsentanten, Haji Khalifa, Salem und Hakim, hat es seinerzeit möglich gemacht, dass wir uns mit unserem Projekt eines modernen Kindergartens hier ansiedeln durften. Wir sind dankbar, dass wir uns so sehr in der Dorfgemeinschaft zu Hause fühlen dürfen. Wir haben ein traditionell gewachsenes Sozialgefüge vorgefunden, das sich uns schnell geöffnet hat. Es war und ist eine großartige menschliche Unterstützung, die uns bei unserer nicht leichten Arbeit geholfen hat. Hinter uns lag ein langer Kampf durch die Instanzen als wir dann vor 12 Monaten mit dem Bau beginnen konnten. Manchmal drohte uns die Kraft zu verlassen, aber im Sinne „ I have a dream“ haben Helga und ich uns immer wieder gegenseitig Mut gemacht. Außerdem stießen wir immer wieder auf Menschen und plötzliche Fügungen, die uns weiterhalfen. Hierzu gehört auch unser guter Freund Brahim. Er war nicht nur der Übersetzer für die arabische und berberische Sprache, sondern bei ihm konnten wir auch Sorgen und Ärger abladen, wenn mal wieder etwas nicht klappte. Das war eine wichtige Hilfe! Auch Hakim Serrakh als Freund, unseren Lehrer in Darija und feinsinnigen Dolmetscher der marokkanischen Lebensart möchten wir hier herzlich begrüßen. So haben wir den 1. Teil unseres Traums eines mit eigenen Mitteln finanzierten Kindergartens im Atlas zu errichten, erreicht. Es war und ist unser Dank gerade an junge Menschen dafür, dass uns bisher ein erfülltes und erfolgreiches Leben geschenkt worden ist. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass wir glücklich und dankbar sind, dass die Bauphasen reibungslos und ohne Unfall verliefen. Unsere Arbeiter haben große Sorgfalt und Vorsicht gezeigt. Sie sind uns auch zu Freunden geworden. Jetzt soll der 2.Teil unseres Traums folgen. Es ist ein nicht minder großes Abenteuer, nämlich diesen Kindergarten in Betrieb zu nehmen, ihn mit Leben zu füllen. Für diesen Teil, den Inhalt unseres Projekts, möchte ich an Helga weitergeben. Begrüßung durch Helga Münstermann, Präsidentin der Association „Afous Rofous“ Zunächst möchte ich Jürgens Worte der Begrüßung und des Dankes von ganzem Herzen unterstreichen. Es haben uns so viele Menschen geholfen, um unser Ziel zu erreichen! Erlauben Sie mir an dieser Stelle ein kurzes, ganz persönliches Wort des Dankes an unseren heute anwesenden Sohn Ulrich, der Jürgen und mich seit Jahren bei der Idee sowie der Realisation des Projekts auf allen erdenklichen Gebieten unterstützt. Einen besonderen und herzlichen Gruß möchte ich noch an unsere holländische Familienmitglieder Els und Ari richten. Ihr Lieben, Euer Engagement in jeder Form für unser Projekt ist großartig und bewundernswert! Wir sind Euch zu großem Dank verpflichtet! Es ist so schön und ermutigend nach einer so langen Zeit der Vorbereitung jetzt die erwartungsvollen Kinder zu sehen, die fragen: Wann geht es endlich los?! Wir haben versucht einen Kindergarten zu gestalten, der äußerlich mit fröhlichen, aber doch dem Dorf angepassten Farben, für rund 30 Kinder aus dem Dorf ein neues spielerisches, edukatives Zuhause sein soll. Für den Anfang ist sicherlich bei den Kindern, den Eltern und bei uns selbst Geduld angesagt. Wir wissen, es ist für alle gewissermaßen ein Abenteuer. Aber frisch auf, packen wir es an, es ist eine große und wunderschöne Chance, das Leben hier an die heutige Zeit heranzuführen. Wir freuen uns auf konstruktive Kritik, Anregungen und Kontakte mit dem Dorf und den vielen Institutionen. Die Kinder werden das System Montessori kennen- und liebenlernen. Es ist ein wunderbares System, das die Originalität der Kinder anspricht und ihnen zeigt, wie man die ursprünglichen Fähigkeiten und Kenntnisse des Lebens entdeckt. Sie erfahren das Hören, Sehen und Bewegen. Das setzt nicht nur physische Kräfte in Gang sondern stellt auch ein geistiges Training dar. Es ist in seiner Art modern aber stark verbunden mit der menschlichen Originalität. Wir wollen den Kindern damit die Möglichkeit geben, einen besseren und sicheren Start in ihr Leben zu finden. Das macht vor der Ausbildung der Mädchen nicht halt! Wir würden uns freuen, wenn sich junge Mädchen aus dem Dorf im Laufe der Jahre eine Berufsbasis im Kindergarten aufbauen könnten. Unser Ziel ist es, dem Dorf Kharoua und seinen kleinen Menschen im Lauf der Jahre eine Hilfestellung für ihr späteres schulisches Leben zu geben. Hierzu gehört letztlich auch mit Spenden unserer Freundeskreise Familien in schwieriger wirtschaftlicher Situation zu helfen. Vielleicht können wir mit unserem Projekt und unserer Arbeit der Kommune und den staatlichen Stellen einen Anstoße geben, uns bei der Verbreitung der Montessori-Methode zu helfen. Das wäre der 3 Teil unseres Traums. Jetzt wollen wir hier aber in Kharoua anfangen, hier liegt der Kern unserer Arbeit. Damit unser gemeinsames Projekt ein großer Erfolg wird, benötigen wir jetzt Eure Mithilfe, liebe Eltern in Kharoua! Eure Kinder werden nur dann die hier angebotenen Chancen voll nutzen können, wenn sie den Kindergarten regelmäßig besuchen. Dabei bitten wir um Eure Unterstützung. Motiviert unsere kleinen Mitbürger, das Bildungsangebot kontinuierlich zu nutzen. Es wird letztlich allen – Alt und Jung – zu Gute kommen. Dank an Sie alle für Ihr Kommen! Herzlichen Dank nochmals an Sie, Monsieur Secrétaire Générale für Ihre Worte der Anerkennung! Das macht uns stolz und gibt uns Kraft für unsere weitere Arbeit! Frau Dr. S. Morgenroth, Conseillère de Coopération, Deutsche Botschaft, Rabat dankt für die Einladung und überbringt die besten Grüße des deutschen Botschafters der Bundesrepublik in Marokko. Sie gratuliert zu diesem Kindergarten, der in nur einem Jahr fertig gestellt wurde, der nach den Prinzipien von Montessori 30 Kindern zwischen 3 und 6 Jahren ihrem individuellen Lern- und Spiel Rhythmus Rechnung trägt. Als Mutter von 3 Kindern, das jüngste mit 4 Jahren im richtigen Alter für diesen Kindergarten, sei sie davon überzeugt, dass unseren Kindern 3 Dinge gegeben werden müssen: Ernährung, Liebe und Erziehung. Indem wir den Kindern Erziehung schenken, schenken wir ihnen eine Zukunft. Gleichzeitig sind die Kinder selbst unsere Zukunft, die Zukunft einer Gesellschaft, eines Landes. Der Initiative des Ehepaars Münstermann komme eine große Bedeutung zu, sie wünsche einen guten Start, verbunden mit der Hoffnung, dass dieses Projekt einen festen Platz in seinem Umfeld einnehme. M. Haji Khalifa, Président de l’ Association „Essadaqa, El Kharoua, brachte seine große Freude und seinen Stolz zum Ausdruck, dass dieser schöne Kindergarten gerade in seinem Dorf gebaut worden sei. Er betrachte es als eine Ehre für das Dorf, dass die Einweihung anlässlich des Thronfestes Seiner Majestät, König Mohammed VI, erfolge. Einen besonderen Dank wolle er an M. Brahim, Président de la Commune, richten, durch dessen Vermittlung Helga und Jürgen Münstermann den Weg nach El Kharoua gefunden hätten. Dieses wundervolle Projekt könne immer mit seiner Unterstützung rechnen. In seiner Ansprache betonte M. Brahim, Président de la Commune, wie wichtig gerade in dieser Region eine vorschulische Erziehung sei. Mit großer Freude und Erwartung schaue er in die Zukunft und hoffe, dass alle Kinder in El Kharoua von diesem Projekt profitieren. Georg Borgmann als Vertreter des Rotary Clubs Dortmund-Hörde Sehr geehrte Frau Dr. Morgenroth! Monsieur le Secrétaire Générale! Jürgen und Helga Münstermann, den Initiatoren dieses Projektes, danke ich zunächst sehr herzlich für die Einladung zu dieser feierlichen und zugleich fröhlichen Eröffnung des Dorfkindergartens In „El Kharoua“. Es ist kein Zufall, dass die Eröffnung des Kindergartens in die Zeit des Thronfestes seiner Majestät König Mohammed VI gelegt wurde. Dies unterstreicht die Bedeutung des Projektes. Im Namen von Dr. Hans von Dewall, dem Präsidenten des Rotary Clubs Dortmund-Hörde in Deutschland, dem Jürgen Münstermann seit fünfzehn Jahren angehört, überbringe ich herzliche Grüße und alle guten Wünsche seiner Mitglieder für eine glückliche und erfolgreiche Zukunft des Kindergartens und seiner Kinder, die sich hier für einige Stunden am Tag wohl fühlen und behütet aufwachsen sollen. Mit großem Interesse haben wir in den vergangenen Monaten über Berichte und Fotos den Bau-Fortschritt verfolgt – von der Grundsteinlegung im Oktober bis zum Abschluß der Rohbauarbeiten im Frühjahr dieses Jahres. Wir waren gut informiert und haben zunehmend größeren Respekt vor der Leistung von Jürgen und Helga Münstermann gewonnen, die seit vielen Jahren nicht nur ihre gesamte Zeit, sondern auch ihr Vermögen in dieses Projekt gesteckt haben. Auf ihrer sehr informativen Website findet sich ihr Leitspruch: „Viele einzelne Menschen, die an vielen verschiedenen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“. So handeln beide. Als Anerkennung für die überragende und beispielhafte Leistung von Jürgen und Helga Münstermann hat der Rotary Club Dortmund-Hörde dem Projekt 5.000,00, € entspricht DH 55.000 zur Verfügung gestellt, die für die Anschaffung von Spielelementen verwandt werden sollen. Dem Kindergarten wünschen wir eine glückliche Zukunft, Helga und Jürgen Münstermann noch viele erfolgreiche Jahre beim Betrieb „ihres“ Kindergartens. Der schönste Dank für alle werden glückliche und strahlende Kinder sein. In seiner Ansprache, betonte der Secrétaire Générale de la Province El Haouz, dass er heute als Vertreter des Königs alle Anwesenden, besonders die ausländischen Gäste und die Vertreterin des Deutschen Botschafters, herzlich begrüße. Er freue sich, dass er die Einweihung dieses besonderen Kindergartens vornehmen durfte und wünsche dem Projekt viel Glück und Erfolg. Es passe hervorragend in das Konzept des vom König verkündeten Programms, mit dem die Erziehung gerade in den ländlichen Gebieten gefördert werden solle. Ein großer Wunsch sei es dabei die schulische Erziehung von früh auf zu stabilisieren, um eine kontinuierliche Schulzeit ohne Unterbrechung oder Abbruch zu gewährleisten.
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